Corona-Chaos an der FU

Zu Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr konnte man noch Verständnis für die Improvisation des Präsidiums aufbringen. Das weitere Agieren des Präsidiums war aber ein wiederholtes Ärgernis: eine chaotische (Nicht-)Informationspolitik von Präsidium bzw. Kanzlerin mit stetig wechselnden Begrifflichkeiten, die zu immer größerer Verwirrung führte, insbesondere was das „Homeoffice“ angeht. Beispielsweise kamen wichtige Informationen zur Freistellung für die Kinderbetreuung vom Gesamtpersonalrat.

Es ist lediglich dem Engagement der Beschäftigten und dem umsichtigen Handeln vieler Bereiche zu verdanken, dass im Sommer der Betrieb aufrecht erhalten konnte.

Besonders ärgerlich ist, dass zwar viele FU-Beschäftigte einerseits zum ungeregelten (!) „erweiterten mobilen Arbeiten“ angehalten wurden, das Präsidium sich aber andererseits bis heute weigert, wenigstens eine Teil-Kompensation für die Auslagen der Beschäftigten zu leisten, während dies z.B. an der TU selbstverständlich ist.

Angesichts der aktuellen Lage schließen wir uns den Forderungen des Gesamtpersonalrats an:

  1. möglichst vielen Beschäftigten zu ermöglichen, unabhängig von Attesten wieder oder weiter ‚mobil‘ bzw. im ‚Homeoffice‘ zu arbeiten, wenn dem keine dringenden dienstlichen Erfordernisse entgegenstehen;
  2. die erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen und entsprechende Auslagen zu erstatten;
  3. für größtmögliche Sicherheit derjenigen zu sorgen, die in Präsenz arbeiten müssen oder wollen (Einteilung in getrennte Teams, Einzelbüros etc.);
  4. die aktuell geltenden allgemeinen Regeln klar(er) zu kommunizieren und nicht in den Tiefen von FAQs zu verstecken;
  5. Lehrenden die geeignete technische Ausstattung zur Online-Lehre zur Verfügung zu stellen.